Regenerative Energie vom Dach des Kinderhospizes
Das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven bezieht seit diesem Frühjahr seine Wärmeenergie zum erheblichen Teil durch eine Hybridwärmepumpe. Unterstützt wird diese beim Heizen noch von einer Gasbrenntherme. Damit leistet das Kinder- und Jugendhospiz nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern trägt ebenfalls dazu bei, Energiekosten zu sparen. Angesichts der aktuell steigenden Energiepreise ein nicht unerheblicher Faktor, weiß Hospizleiterin Sandra Ecke. „So sparen wir Geld, das wir stattdessen in die Versorgung der uns anvertrauten Kinder und ihrer Familien einfließen lassen können. Zusätzlich tun wir noch etwas für den Umweltschutz. Beides fühlt sich sehr gut an“, betont Sandra Ecke.
Bereits letztes Jahr fand die Anlieferung der Pumpe der Marke Buderus statt. In einer spektakulären Aktion wurde sie im November mit einem Kran auf das Dach des Hospizes gehoben. Doch die einsetzende Kälteperiode verhinderte den sofortigen Anschluss an die hauseigene Energieversorgung, weshalb sie erst einmal nur im „Frostmodus“ lief. Seit März dieses Jahres ist die Wärmepumpe im Regeleinsatz. Zur Freude von Sandra Ecke, denn das Vorgängermodell der jetzigen Wärmepumpe war störanfällig und kam nicht wirklich zum Tragen.
Besonders freut sich die Hospizleitung, dass die Pumpe durch die Zuschüsse einer in Wilhelmshaven tätigen Firma und der Stiftung Wohnhilfe anteilig finanziert wurde. „Das hat uns die Anschaffung natürlich noch einmal zusätzlich erleichtert, denn solche hohen Investitionen zu stemmen ist für uns nicht ohne Weiteres möglich“, weiß Ecke. Langfristig aber spart die Pumpe nun Geld ein und leistet noch etwas für den Klimaschutz. „Bei unserer Arbeit im Kinderhospiz sind wir erheblich auf Spenden angewiesen, weshalb das eine wirklich tolle Kombination ist“, freut sich die Hospizleiterin.
Einer, der ebenfalls froh ist, dass die Pumpe gut läuft, ist auch Thorbjörn Heins, Haustechniker im Kinder- und Jugendhospiz. Er hat den gesamten Vorgang vom Anheben aufs Dach bis zum Anschließen an die Wärmeversorgung eng begleitet. „Ich bin froh, dass alles gut verlaufen ist und die Pumpe nun läuft“, sagt er erleichtert.
Dass die Wärmepumpe beim Kinder- und Jugendhospiz auf dem Dach steht und nicht, wie es häufig der Fall ist, nahe einer Hauswand, hat damit zu tun, dass die notwendigen technischen Leitungen unter dem Dach verortet sind. Alle hoffen nun, dass dieses Modell viele Jahre seiner nachhaltigen Arbeit nachkommt und der Kran auf lange Zeit fernbleiben kann.
Ein Kran war notwendig, um die Wärmepumpe auf das Dach des Kinderhospizes zu hieven.
